hoyou: Häuser tauschen statt endlos suchen
Wie wir eine Vision marktreif gemacht haben
hoyou
ZusammenfassungAus einem instabilen Prototyp entstand eine skalierbare MVP-Plattform für Immobilientausch. Mit klarem Fokus, stabiler Architektur und gezieltem Einsatz von AI wurde aus der Vision ein marktfähiges Produkt mit starker Marktposition.
WebseiteWie du den Schweizer Immobilienmarkt knackst, indem du nicht mehr verkaufst, sondern tauschst? Mit einem radikalen MVP-Fokus, der richtigen Architektur und einer Prise AI.
Stell dir vor, du hast eine bahnbrechende Idee für den Schweizer Immobilienmarkt, aber dein technisches Fundament ist instabil. Genau da stand Christine Hegglin mit hoyou. Heute ist die Plattform mit über 12'000 User:innen sowie 9'000 Objekten die Nummer eins für Immobilientausch in der Schweiz und war sogar bei «Die Höhle der Löwen» zu sehen.
In diesem Case zeigen wir dir, wie wir aus einem instabilen Prototyp einen hochskalierbaren MVP gebaut haben. Du erfährst, warum wir auf Symfony LTS setzen, um Investitionen über Jahre zu sichern, und wie wir eine sprudelnde Gründer-Vision so kanalisiert haben, dass am Ende ein Produkt entstand, das der Markt wirklich will.
Als Christine zu uns kam, gab es bereits einen Prototyp. Das Problem: Er lief weder stabil, noch traf er den Kern der Idee. In der Software-Entwicklung ist das der Horror-Status: Du hast eine grossartige Vision, aber jeder Bug verbrennt das Vertrauen deiner User.
Ein instabiler Prototyp ist ein Risiko. Wir mussten den Business Case neu denken, Prozesse definieren und ein Fundament betonieren, während die ersten User quasi schon im Treppenhaus standen.
Der technische Deep Dive: Warum Symfony der perfekte «Boring Stack» ist
Wenn du ein digitales Business aufbaust, fängst du nicht mit dem Anstrich an, sondern mit der Statik. Bei hoyou war klar: Wenn das Ding durch die Decke geht, darf das Backend nicht mal zucken.
Wir setzen bei ongoing konsequent auf das Prinzip des «Boring Stack». Das klingt vielleicht weniger sexy als der neueste JavaScript-Hype, ist aber für unsere Kund:innen ein massiver strategischer Vorteil. Boring bedeutet in diesem Kontext: bewährt, stabil und keine Experimente auf deine Kosten.
- Investitionsschutz durch LTS: Symfony bietet einen klaren Long Term Support (LTS) Release-Zyklus. Das bedeutet für hoyou absolute Planungssicherheit. Wir wissen heute schon, welche Sicherheitsupdates in drei Jahren anstehen. Das ist eine knallharte Business-Entscheidung für den Werterhalt der Plattform.
- Kein "Shiny Object Syndrome": Wir bauen dein Business nicht auf Technologien auf, die in zwei Jahren niemand mehr wartet. Symfony ist die solide Basis im Hintergrund.
- Skalierbarkeit als Standard: Ein Matching-Algorithmus, der tausende Objekte in Echtzeit vergleicht, braucht Power. Die Symfony-Architektur erlaubt es uns, das System modular zu erweitern, ohne dass technischer Wildwuchs die Performance frisst.
Das MVP-Mindset: «Kanalisieren» statt Verzetteln
Wer Christine Hegglin kennt, weiss: Die Frau hat Energie für drei Kraftwerke und Ideen für fünf Plattformen. Das ist als Gründerin ein Segen, für eine effiziente Software-Entwicklung aber eine Herausforderung.
Unsere Aufgabe war es nicht, Christines Vision zu bremsen, sondern sie zu fokussieren. Wir haben die Rakete nicht mit unnötigem Ballast vollgestopft, sondern dafür gesorgt, dass sie abhebt.
- Release early, release often: Statt zwei Jahre im stillen Kämmerlein an einer überladenen Lösung zu basteln, haben wir den Fokus gnadenlos auf den Kernnutzen gelegt: das Matching.
- Kill your Darlings: Wir haben gemeinsam mit Christine radikal priorisiert. Alles, was nicht direkt dazu beigetragen hat, dass zwei Tauschpartner:innen zueinanderfinden, flog aus dem ersten Plan. Hart? Ja. Aber nur so war hoyou in Rekordzeit marktreif.
- Lernen von echten Menschen: Anstatt theoretische Konstrukte zu bauen, haben wir den MVP schnell auf echte User losgelassen. Das Feedback war Gold wert - und oft anders, als wir es am Reissbrett vermutet hätten.

AI-Power: Wenn das Exposé weiss, wo der nächste Espresso wartet
Ein Immobilien-Inserat zu erstellen, ist für die meisten User so spannend wie eine Steuererklärung. Wir wollten das ändern. Aber nicht mit einem Standard-Textgenerator, der hohle Phrasen drischt.
Wir haben einen AI-gestützten Exposé-Generator gebaut, der mitdenkt:
- Daten-Symbiose: Das System nimmt nicht nur die harten Fakten wie Zimmerzahl oder Fläche, sondern zapft über Schnittstellen Google Places Umgebungsdaten an.
- Der Mehrwert: Die AI weiss, dass der nächste Park nur 200 Meter entfernt ist oder hippe Cafés um die Ecke liegen. Sie schreibt dann nicht: "Zentrale Lage", sondern: "Geniess deinen Morgenkaffee in einem der drei Cafés direkt im Quartier."
- Das Resultat: User sparen ca. 20 Minuten Zeit, und die Qualität der Inserate ist massiv höher. Das ist Digital Leverage: Technik nutzt vorhandene Daten, um ein mühsames Problem elegant zu lösen.
Partnerschaft unter Druck: Mit in der «Höhle der Löwen»
Echte Partnerschaft beweist sich nicht bei schönem Wetter, sondern wenn die Scheinwerfer angehen. Als Christine die Zusage für «Die Höhle der Löwen Schweiz» bekam, musste alles sitzen.
Kurz vor dem Termin gab es personelle Engpässe in ihrem Team. Was macht man da als Agentur? Man könnte sagen: "Nicht unser Job." Oder man macht es wie wir: Ich (Roger) bin mit ins Studio gefahren, um Christine direkt vor Ort bei technischen Fragen den Rücken freizuhalten.
Während sie die Löwen von ihrer Vision überzeugte, sorgte ich im Hintergrund dafür, dass bei Fragen zur Architektur oder Skalierbarkeit keine Zweifel aufkamen. Wir lassen unsere Kund:innen nicht allein, wenn es um alles geht.
Der Moment, als der erste Kunde kurz nach der Ausstrahlung ein Abo abschloss, war der Beweis: Wenn Technik-Expertise und Business-Spirit verzahnt sind, entsteht Erfolg.

Resultat: Ein Projekt, das lebt (und wächst)
Aus einem instabilen Prototyp wurde in kurzer Zeit ein skalierbarer MVP mit klaren Prozessen. Heute betreuen wir hoyou fortlaufend und verbessern UX, Prozesse und Performance. Denn eine gute Plattform wächst mit ihren Nutzer:innen.
Roger Wicki
"Wenn dich der Case von Hoyou inspiriert hat, lass uns gemeinsam dein digitales Produkt entwickeln. Wir sagen dir ehrlich, was wir von deiner Idee halten (auch wenn es wehtut)."
Im nächsten Schritt fragen wir dich noch nach deiner E-Mail Adresse.
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