Was MCP für Unternehmen bedeutet
MCP ist noch jung (die Spezifikation wurde Ende 2024 veröffentlicht), aber die Implikationen sind weitreichend:
Jetzt schon real
Interne Tools per Sprache bedienen. Nicht als Spielerei, sondern für echte Produktivität. Unsere Bexio-Anbindung spart uns konkret Zeit bei Angebotserstellung und Rechnungsübersicht.
Bestehende Systeme AI-fähig machen, ohne sie umzubauen. Bexio selbst hat keine AI-Features. Über MCP haben wir sie trotzdem.
Prototypen in Tagen statt Monaten. Ein MCP-Server für eine REST-API ist in 1–3 Tagen gebaut. Die Workflow-Instruktionen brauchen länger, aber das ist Prozess-Arbeit, nicht Programmierung.
Worauf ihr achten müsst
Security ist nicht optional. Ein MCP-Server gibt einem LLM Zugriff auf echte Systeme. Rechte-Management, Validierung und Audit-Logs sind Pflicht, nicht Kür.
Das LLM ist nicht deterministisch. Dieselbe Frage kann zu leicht unterschiedlichen Tool-Aufrufen führen. Für kritische Prozesse (Rechnungen erstellen, Zahlungen auslösen) braucht es Bestätigungsschritte.
Workflow-Design ist die eigentliche Arbeit. Der technische MCP-Server ist einfach. Die Frage "wie soll der Prozess ablaufen und welche Regeln gelten?" ist die harte Arbeit, und sie braucht jemanden, der sowohl das System als auch das Geschäft versteht.
Für wen ist MCP interessant?
Unternehmen, die bestehende Business-Software nutzen (ERP, CRM, Buchhaltung) und diese per AI zugänglich machen wollen
Teams, die interne Tools haben und einen natürlichsprachlichen Zugang dazu bauen wollen
CTOs, die AI-Integration evaluieren, ohne ihre bestehende Architektur umzubauen